Es gibt eine weitere Impact Story aus der Region Mainfranken. KLAO macht barrierefreie Kommunikation skalierbar: Mit einem Human-in-the-Loop-Ansatz kombiniert das Team KI-gestützte Übersetzungen mit der Prüfung durch Fachpersonen und Menschen mit Lernschwierigkeiten. So entstehen DIN-konforme Texte in Leichter Sprache, die öffentliche Stellen bezahlbar und rechtssicher einsetzen können.
Die Personen im Mittelpunkt
Hinter KLAO steht heute ein 10-köpfiges Team. Die Initialzündung war ein Schockmoment im Praktikum von unserem Gründer Fabian Schlausch: Menschen mit Behinderung, die als „Beschäftigung“ Grillanzünder bastelten. Das war das Gegenteil von Inklusion. Später im Uni-Forschungsprojekt scheiterten wir an riesigen Textmengen: Klassische Übersetzungen waren unbezahlbar, reine KI-Tools weder inklusiv noch DIN-konform. Aus diesem „Geht-nicht“ entstand unsere Mission: Wir verbinden Künstliche Intelligenz mit Menschlicher Expertise für echte Teilhabe.
Das Problem
In Deutschland sind 6,2 Mio. Menschen auf Leichte Sprache angewiesen. Öffentliche Stellen sind gesetzlich zur Barrierefreiheit verpflichtet, scheitern aber oft an der Umsetzung: Agenturen sind zu teuer, und reine KI-Lösungen schließen genau die Menschen aus, um die es geht, also Menschen mit Lernschwierigkeiten. Ohne Einbeziehung der Zielgruppe sind Texte nicht DIN-konform und mitunter auch nicht wirklich verständlich.
Die Lösung
Wir bei KLAO kombinieren Technologie mit echter Teilhabe. Unsere Software nutzt KI für den Erstentwurf und führt Fachpersonen sowie Menschen mit Lernschwierigkeiten im Prüfprozess direkt auf der Plattform zusammen. Dieser „Human-in-the-Loop“-Ansatz macht den Prozess effizient, bezahlbar und garantiert gleichzeitig zertifizierte DIN-Konformität. Öffentliche Einrichtungen erfüllen so geltendes Recht und schaffen echte digitale Barrierefreiheit, zeit- und kosteneffizient.
Die Wirkung
Bereits über 15 Institutionen nutzen KLAO aktiv für digitale Teilhabe. Jede übersetzte Seite ist ein abgebautes Hindernis für diejenigen, die auf Leichte Sprache angewiesen sind. Unser Highlight: Die Umsetzung des Rundgangs im Museum im Kulturspeicher in Würzburg. Wenn Besuchende rückmelden, dass sie das erste Mal eine Ausstellung wirklich „verstanden“ haben, wissen wir, warum wir das tun. Wir beweisen täglich, dass Inklusion und Skalierbarkeit keine Gegensätze sind, sondern sich durch kluge Technologie gegenseitig verstärken.
Herausforderungen & Learnings
Herausforderungen gibt es überall, genau das macht das Gründen ja auch aus. In Bezug auf unseren Social Impact war es für uns besonders fordernd, direkt mit Menschen mit Lernschwierigkeiten aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung zusammenzuarbeiten. Nicht etwa, weil die Zusammenarbeit an sich schwierig wäre, sondern weil die bürokratischen Hürden enorm sind. Eine Lösung zu finden, die den speziellen Rahmenbedingungen der Werkstätten gerecht wird, hat uns viel Zeit gekostet.
Vision & Ausblick
Wir wollen, dass verständliche Information selbstverständlich wird. KLAO soll die zentrale Plattform für barrierefreie Kommunikation werden, die den gesamten Prozess von der Übersetzung bis zur Zertifizierung vereinfacht. Wir sind auf Wachstumskurs und suchen Partner:innen sowie Investor:innen, die unsere Vision teilen. Unterstützt uns dabei, das Recht auf Information für alle zugänglich zu machen.
Ihr wollt mehr von KLAO erfahren?
Dann schaut gerne mal bei KLAO vorbei: https://www.klao.eu/
Oder meldet euch direkt bei KLAO: info@klao.eu
Weitere Infos zu unserem Social-Startup-Hub Bayern Mainfranken findest du hier.




